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Kursnummer: 2303

Info: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind viele junge Maler in Frankreich und Deutschland auf der Suche nach einer neuen Malerei. Sie wenden sich vom Impressionismus ab und wollen nicht mehr länger das Motiv mimetisch abbilden. An Stelle der Gegenständlichkeit vereinfachen sie die Formen und lassen die Farben auf der Leinwand explodieren. Die Dozentin erörtert anhand zahlreicher Bildbeispiele die Entwicklung der Farbmalerei der Moderne.

Die Wegbereiter: Paul Cézanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh

Mit spektakulären Farbkombinationen begeisterten bereits Cézanne, Gauguin und van Gogh und wurden zu Vorbildern für viele Künstlerkollegen, besonders für die Fauves in Frankreich, aber auch für die Expressionisten in Deutschland.
Paul Cézanne (1839-1906) interessierte sich nicht mehr für die atmosphärische Flüchtigkeit des Impressionismus. Den in der Natur beobachteten Gegenstand wollte er nicht kopieren, sondern in seinem existentiellen Sein mittels der Farbe darstellen. Hierfür erforschte er die Wirkung der Farbe. Außerdem verzichtete er auf die Perspektive und bevorzugte Flächen und Formen. Zu seinem Lieblingsmotiv gehörte der Steinbruch Bibémus, den er in der Nähe seiner Heimatstadt Aix en Provence entdeckte. Er malte ihn in dunklen Ockertönen, dem Licht der Provence. Es ist eine beseelte Natur, die nur noch das Wesentliche zeigt.

Auch Paul Gauguin (1848-1903) lehnte die bloße Wiedergabe der sichtbaren Wirklichkeit ab. Er gestaltete seine Bildkompositionen mit dekorativer Flächigkeit, ornamentaler Wirkung und leuchtenden expressiv gesteigerten Farben, die er mit dunklen Konturen voneinander abgrenzte. Sein unstetes Leben führte ihn in seinen letzten Lebensjahren in die Südsee. Auf Tahiti entstanden seine wohl berühmtesten Bilder. Sie zeigen farbenprächtige tropische Landschaften voller Schönheit und menschlicher Harmonie.

In der Hoffnung auf die leuchtenden Farben des Südens war Vincent van Gogh (1853-1890) nach Arles gezogen. Hier trieb er die expressive Kraft der Farbe weiter voran, um den Ausdruck in seinen Bildern zu verstärken. So entstanden Bildräume mit kraftvoll übersteigerten Farben und schwungvollem Duktus. Die Farbe hatte für van Gogh aber auch eine symbolische Funktion. So malte er "Das Nachtcafé an der Place Lamartine in Arles" in hartem Kontrast aus Grün, Rot und Gelb, um es damit als einen gefährlichen Ort zu charakterisieren.

Gebühr: 8,00 €

Datum Zeit Straße Ort
Di. 28.01.2020 15:00 - 17:15 Uhr Bahnhofstraße 8 Altes Amtsgericht, Seminarraum 1



 

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Februar 2020


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